Brandenburger Tor, 9.November 1989

Akademie für Ost-West-Begegnungen

Zur Navigation

Familienseminar

10.5.2018–13.5.2018

Der NSU-Prozess – eine Suche nach Leerstellen der staatlichen Aufarbeitung

Die neonazistische terroristische Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordete zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen (neun davon aus rassistischen Motiven) und verübte drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle. Die Taten des NSU, das darin verstrickte Netzwerk und die Rolle der Behörden sind bisher weder aufgeklärt noch aufgelöst. Wesentliche Fragen sind noch nicht beantwortet: Wie groß war der NSU wirklich? Welche Rolle spielte der Verfassungsschutz? Inwiefern war institutioneller Rassismus ein Faktor, der die Taten erst ermöglichte und die Aufklärung beeinflusst? Auch nach dem Urteil des Gerichts in München wird der NSU-Komplex nicht aufgelöst sein. Die Hoffnungen der Angehörigen der Mordopfer und der Betroffenen der Sprengstoffanschläge auf eine umfassende Aufklärung und auf einen Raum, in dem ihre Erfahrungen und ihre Forderungen gehört werden, wurden enttäuscht.
Im Seminar sollen durch die Betrachtung der bisherigen staatlichen Aufarbeitung einige dieser Leerstellen sichtbar gemacht werden und durch Geschichten und Erfahrungen von Betroffenen teilweise gefüllt werden.

Ort: Haus Wohldenberg, Holle, Niedersachsen

Weiter Informationen zu dieser Veranstaltung können Sie über das Kontaktformular erhalten.

Zur Navigation