Brandenburger Tor, 9.November 1989

Akademie für Ost-West-Begegnungen

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Familienseminar

21.5.–24.5.2020

Zukunftswerkstatt Tourismus – sanft und fair

Gilt das Schlagwort: „Reisen bildet“ oder „Reisen zerstört“? Unter dem Vorzeichen der Klimakrise steht der Tourismus auf dem Prüfstand. Bisher ging es unter dem Stichwort „fair“ darum, einen großen Teil der Wertschöpfung der Bevölkerung vor Ort zukommen zu lassen. Unter dem Stichwort „sanft“ stand das Ziel, vor allem eine direkte Zerstörung der Kultur und Umwelt zu vermeiden. Letztlich geht es den Reisenden ja gerade darum, authentische kulturelle Erfahrungen zu machen und nicht, diese zu gefährden. In den letzten Jahren wurde weiterhin für einen Blick auf den Tourismus aus einer postkolonialen Perspektive sensibilisiert. Zur Einordnung dieser Problemfelder, wird es kurze Informationen zu den Themenfeldern Klimagefährdungen, Postkolonialismus und kulturelle Sensibilität geben.
Aktuell rückt der klimawirksame Reise-CO2-Fußabdruck stärker in den Blick und erscheint zum wichtigsten Aspekt zu werden. So steht insbesondere der Ausstoß von Treibhausgasen durch den steigenden Flugverkehr im Fokus, aber auch weitere Belastungen, denn die Tourismusindustrie trägt zur Zerstörung von Lebensräumen und der Umwelt bei.
Das Familienseminar geht dem Thema eines (un-) fairen Reisens zunächst an Hand von praktischen Beispielen und persönlichen Erfahrungen nach. In der „Zukunftswerkstatt Tourismus“ wird gefragt, ob die Ära der Fernreisen für politisch Aufgeklärte jetzt beendet ist oder ob Fernreisen erhalten bleiben müssen, um den zukünftigen „Weltbürger“ zu fördern. Welches sind nachhaltige Alternativen? Lassen sich Nah-Ziele aufwerten und Fernziele vielleicht in Zukunft virtuell erleben? Oder brauchen wir einen neuen Denkansatz, der zunächst die Bedürfnisse klärt, die hinter dem Wunsch nach Reisen stehen?

Ort: Haus Wohldenberg, Holle, Niedersachsen

Weiter Informationen zu dieser Veranstaltung können Sie über das Kontaktformular erhalten.

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